Termin: 02.08.2014 17:00 Uhr

Kammermusik in der Schlosskirche

Sonderkonzert mit dem COLORES QUARTETT


 

 

 

Foto © Charlotte Krämer, 2014

 

 

 

COLORES QUARTETT

 

mit Lucas Freund und Martin Knörzer

 

 

 

 

Franz Schubert: Streichquintett C-Dur

 


 


Samstag, 2. August 2014 | Schlosskirche | 17:00 Uhr

 

 

 

FRANZ SCHUBERT (1797 - 1828)

Quintett C-Dur für zwei Violinen, Viola und 2 Violoncelli, D 956, op. post. 163 (1828)

 

 

 

Franz Schuberts Streichquintett C-Dur ist das längste und reifste Kammermusikstück des Wiener Komponisten. Er schrieb es im September 1828, zeitgleich mit den drei letzten Klaviersonaten, mit denen es den Nimbus einer Musik im Angesicht des Todes teilt. Alle vier Werke sowie die Heine-Lieder des sogenannten Schwanengesangs bot der Komponist Anfang Oktober dem Leipziger Verlag Probst an und schrieb dazu: “Die Sonaten habe ich an mehreren Orten mit vielem Beyfall gespielt, das Quintett aber wird dieser Tage erst probiert.” Sieben Wochen später war Schubert gestorben, und die geplante Uraufführung kam nicht mehr zustande. Das Quintett, über dessen Entstehung wir kaum mehr als die eben zitierten Zeilen wissen, wurde posthum im November 1859, erst 22 Jahre nach dem Tode des Komponisten, in Wien uraufgeführt.

 

Mit dem Streichquintett (in der Besetzung mit zwei Celli) krönte Schubert den 1824 eingeschlagenen Weg einer sinfonischen Ausweitung und experimentellen Umdeutung der klassischen Kammermusikgattungen. Formal sprengt es – wie die späten Streichquartette und Klaviertrios – den äußeren Rahmen der klassischen Viersätzigkeit, indem es jedem Einzelsatz sinfonische Dimensionen verleiht. Außerdem besteht das musikalische Material nicht mehr aus motivisch-thematischen Keimzellen, sondern aus abstrakten Klanggebilden. Der Kopfsatz beginnt mit einem liegenden C-Dur-Dreiklang, der sich unversehens nach Moll wendet und in Seufzerfigurn ausläuft. Erst allmählich verdichtet sich dieses Gebilde zum Thema, das mit motivischer Arbeit hinterlegt wird. Das Seitenthema mit seinem berühmten Cellogesang wird in ähnlicher Weise erst vorgestellt und dann mit Klangschichten angereichert; in dieser flächigen Weise ist auch die Durchführung angelegt, deren harmonische Verwandlungen zu den bewegendsten Momenten in Schuberts Oeuvre gehören.

 

 

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COLORES Quartett (Weimar)

Violine: Johanna Ruppert, Sophia Martinu
Viola: Lucas Freund
Violoncello: Martin Knörzer, Hauke Siewertsen

 


Von Schleswig-Holstein über Sachsen und Thüringen bis ins Saarland – aus allen Ecken Deutschlands stammen die vier Studenten, die zusammen das COLORES Quartett bilden.

Das COLORES Quartett fand sich im Februar 2012 zusammen, mit dem Wunsch, sich intensiv mit der Gattung des Streichquartetts auseinander zu setzten und das enge Zusammenspiel der vier Instrumente zu erforschen. Gemeinsam teilen sie die Faszination, musikalische Momente in ihrer emotionalen Aussage und deren Charakter zu erfassen und diesen durch besondere Klangfarben zum Ausdruck zu bringen. Ihr Ziel ist es somit, ein äußerst reiches Spektrum an Farben zu erreichen und dieses in langfristiger Arbeit stetig zu erweitern. Bisher erarbeiteten die vier  jungen Musiker - mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Mentorin Prof. Anne-Kathrin Lindig - Werke von W. A. Mozart, L. v. Beethoven, F. Schubert, A. Piazolla, B. Bartok, A. Webern und J. Brahms.
Ihre enge persönliche Verbindung macht die musikalische Arbeit zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Sie konzertierten unter anderem bei den Weimarer Kammermusiktagen, in Berlin und – im Rahmen eines Meisterkurses beim Mandelring Quartett - an verschiedenen Konzertorten in Rheinland-Pfalz. Seit Herbst 2013 sind sie Stipendiaten bei Live Music Now in Weimar.

 

Für die Aufführung des Streichquintetts in C-Dur von Franz Schubert werden Johanna Ruppert, Sophia Martinu und Hauke Siewertsen vom COLORES Quartett von Martin Knörzer und Lucas Freund unterstützt.

 

 

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Tickets: 12,00 Euro

 

Für dieses Konzert gibt es keinen Vorverkauf, Sie bekommen aber Karten an der Konzertkasse.


 

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